Die Barockkrippen in Bayern
Zweihundert Jahre wahre Lebensfreude. Fenster zu anderen Welt - Gerhard Bogner
Lindenberg : Kunstverlag Josef Fink 2007 (360 pp, ill. - 30 cm) ISBN 978-3-89870-406-9
Das Barock, die bewunderte "Perücke des Seins", prägte das europäische Weltverständnis wie kaum eine andere Epoche der Neuzeit. Was wir an Bauwerken, Bildern und Musik für schön halten, was wir über die Zusammenhänge der Natur und des Geistes wissen, was uns der Glauben bedeutet, speist sich aus den zwei Jahrhunderten von 1600 bis 1800. Dabei kam dem Volk, das wir immer noch sind, kaum etwas so nahe, wie die in den Kirchen und Klöstern aufgestellten Krippen als Heilsmittel zur Vergegenwärtigung Gottes und Erläuterung der eigenen Welt. Erstmals wird hier die Hochzeit der Krippenkultur in Bayern von den Anfängen bei Hofe bis zum Krippenverbot der Aufklärung umgreifend dargestellt: Es gab nachweislich an 198 Orten über 250 gloriose Krippen verschiedener Art und Größe, von denen weniger als die Hälfte erhalten ist: Der Größe nach vom "Jesuitenmaß" (100 cm) bis zur Handspanne, im Umfang bis über 600 Figuren, kunstvoll geschnitzt, prächtig gekleidet, aus Wachs geformt, beeindruckend in ihren Posen und Szenen, beseelt durch die sinnenfrohe Frömmigkeit, belebten die zahlreichen Figuren und zahllosen Papierkrippen das barocke "Theatrum Mundi" (Welttheater).
Ein Muss für jeden Krippenfan ! |
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